Obstblüte in Beuren

Obstblüte in Beuren

Obstbaumblüte auf der Schwäbischen Alb in Beuren

Wasserfall - Drei Schluchten

Blütenparadies am Rande der Schwäbischen Alb

wasserfall drei Schluchten Region Stuttgart Baden Württemberg

Zart wie Seide: Apfelblüten

Ein Traum: Wandern während der Obstbaumblüte

 

Wenn die Kirschblüte nahtlos in die Apfel- und Birnenblüte übergeht, verwandeln sich die Streuobstwiesen am Fuße der Schwäbischen Alb in ein Paradies. An vielen Orten am Rand der Schwäbischen Alb kannst du blühende Obstbäume in ihrer ganzen Pracht erleben: Zum Beispiel in Neidlingen, das für sein „Schwäbisches Hanami“, also seine Kirschblüte, bekannt ist, oder in Weilheim an der Teck. Auch auf den Wiesen rund um den kleinen Kur- und Erholungsort Beuren im Landkreis Esslingen ist im Frühjahr die Obstbaumblüte ein saisonaler Höhepunkt. Und um eine Blütentour bei Beuren soll es in diesem Beitrag gehen.

Hochgehberge auf der Schwäbischen Alb

 

„Hochgehnießen“ heißt die Wanderung, auf der wir das Streuobstwiesen-Paradies erleben. Wir genießen mit fast allen Sinnen. Das Auge schweift über das weiß-rosa Blütenmeer. Es duftet himmlisch, denn nicht nur die Obstbäume stehen in voller Blüte, sondern auch die Wiesen blühen üppig. Die Luft scheint zu vibrieren, überall brummt und summt es: Hier eine dicke Hummel, die sich am süßen Nektar labt und dabei mit ihrem Gewicht die Blüten bedenklich nach unten zieht, da eine fleißige Biene, die mit Blütenpollen schwer beladen von dannen schwebt. Auch der Tastsinn kommt auf seine Kosten. Vorsichtig berühre ich eine Apfelblüte, weich und seidig fühlt sie sich an.

Wasserfall - Drei Schluchten

Freilichtmuseum Beuren inmitten blühender Obstbäume

Wandern in traumhafter Natur

Die Wanderung „hochgehnießen“ ist ein Premiumweg, auf dem man die Seele baumeln lassen kann. Eine gemütliche Runde mit überschaubarem An- und Abstieg. Ideal also für einen After-Work-Spaziergang oder für Familien. Gerade Kinder haben hier ihren Spaß, denn die Tour fängt schon mal gut an. Start ist das Freilichtmuseum Beuren. Hier kannst du die kuscheligen schottischen Hochlandrinder beobachten und fotografieren. Einen Besuch wert ist auch das Museum selbst, wo du den Dorfalltag längst vergangener Zeiten erkunden kannst.

Ein Zitronenfalter nimmt Platz auf dem Schild der Wanderung

Schönheit liegt oft am Wegesrand: Traubenhyazinthen mit Löwenzahn und Wiesenschaumkraut als Kulisse

wasserfall drei Schluchten Region Stuttgart Baden Württemberg

Obstbäume mit der Burg Hohenneuffen im Hintergrund

Fantastische Ausblicke auf Burg Teck, Burg Hohenneuffen und die drei Kaiserberge

 

Weiter geht die Wanderung durch die Obstplantagen. Neben dem Blütenzauber solltest du den Blick auch einmal in die Ferne schweifen lassen. Gleich zwei Burgen sind in Sichtweite: die Burg Teck und die Burg Hohenneuffen. Die majestätischen Burgen, umrahmt von blühenden Bäumen, sind ein lohnendes Fotomotiv. Bei guter Sicht erspähst du sogar die berühmten drei Kaiserberge.

Weilheim Peterskirche

So muss es wohl im Paradies aussehen …

Premiumwanderwege Hochgehberge: „hochgehnießen“

  • Länge: 6,7 km
  • Höhenmeter: 110 Meter (jeweils im An- und Abstieg)
  • Die Tour findest du hier

Hinweise:
Die Werbung in diesem Beitrag für die Premiumwanderung „hochgehnießen“ und das Freilichtmuseum Beuren, die ich nenne und teilweise verlinke, erfolgt unbeauftragt und ohne Bezahlung.

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Magnolienblüte in der Wilhelma Stuttgart

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In der Stuttgarter Wilhelma gibt es den größten Magnolienhain Europas nördlich der Alpen mit rund 70 Bäumen. Umgeben von historischen Gewächshäusern, zwischen Seerosenteichen und überdachten Wandelgängen ist die Magnolienblüte ein Highlight: Tipps, viele Hintergrundinformationen und Fotos. (…)

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Magnolienblüte in der Wilhelma Stuttgart

Magnolienblüte in der Wilhelma Stuttgart

Magnolienblüte in der Wilhelma Stuttgart

Weilheim an der Teck Bertoldsplatz und Peterskirche
Weilheim Rathaus

Einer der größten Magnolienhaine Europas

 

Wenn im Frühjahr die Tage wärmer werden, entfaltet sich in der Stuttgarter Wilhelma das duftende Blütenmeer der Magnolien. Rund 70 Bäume zählt der größte Magnolienhain Europas nördlich der Alpen. Im Maurischen Garten der Wilhelma erwachen die Knospen je nach Temperatur meist Ende März bis Anfang April aus dem Winterschlaf. Und dann beginnt das Blütenspektakel: Von strahlend weiß über zartrosa bis purpurrot erfreuen die opulenten Blüten Insekten und Besucher. Spätestens jetzt wird dir klar, warum eine Magnolie auch als „Königin der Gehölze“ bezeichnet wird. Blühende Magnolien sind mit das Schönste in der Welt der Pflanzen. Wandle im Magnolienhain und lass dich vom zarten, teils süßen und zitronigen Duft betören.

Magnolien gehören zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde

 

Als vor über 100 Millionen Jahren noch Dinosaurier durch die Lande streiften, gab es bereits Magnolien. Alle heutigen, sogenannten Bedecktsamer haben sich aus ihnen entwickelt: also Laubgehölze, Stauden und Gräser. Weltweit gibt es rund 80 Arten, allein im Maurischen Garten der Wilhelma kannst du 23 Arten bewundern. Insbesondere die gigantischen Blüten einiger Tulpenmagnolien sind typisch für diese lebenden Fossilien.

Schon König Wilhelm I. liebte Magnolien

 

Auch heute noch kannst du ein gutes Dutzend alter Magnolien aus der Zeit von König Wilhelm I. von Württemberg bestaunen. Um das orientalisch-exotische Ambiente seines Refugiums zu perfektionieren, ließ er ab 1850 Magnolien pflanzen. Er schätzte ihre Schönheit und Blühfreude. Die ältesten Magnolien-Methusalems sind demnach schon rund 170 Jahre alt. Woran erkennst du die historischen Bäume? Sie haben eine ganz besondere Form, denn ihre Äste neigen bis auf den Boden und scheinen sich dort abzustützen.

Weilheim Rathaus
Weilheim Peterskirche

Lustwandeln im Maurischen Garten

 

Wie schön, dass wir heute alle in Deutschlands einzigem zoologisch-botanischen Garten wandeln können. Umgeben von historischen Gewächshäusern, zwischen Seerosenteichen und überdachten Wandelgängen ist die Magnolienblüte definitiv eines der Highlights in der Wilhelma. Den Startschuss der Magnoliensaison geben die schneeweißen Sternmagnolien mit ihren filigranen, spitzen Blütenblättern und dem unvergleichlichen Duft. Dann geht es Schlag auf Schlag. Es folgen die rosafarbene Sternmagnolie „Leonard Messel“, die Tulpenmagnolien und zu guter Letzt die Purpur-Magnolien. Etwa zwei Wochen lang ist ihre unfassbar schöne Blütenpracht gemeinsam zu sehen. Doch dafür braucht es etwas Glück – zu viel Regen oder gar Frost macht den empfindlichen Riesenblüten den Garaus.

Weilheim Peterskirche

Noch mehr Magnolien

 

Auch wenn die rund 70 Magnolien im Maurischen Garten definitiv der Blüten-Höhepunkt sind, gibt es noch etwa 20 weitere Exemplare in und vor der Wilhelma zu entdecken. So gibt es hier immergrüne Magnolien, die Gurkenmagnolie vor dem Aquarium mit ihrer auffälligen Wuchsform und den Amerikanischen Tulpenbaum. Vor den Toren der Wilhelma erhältst du einen ersten Vorgeschmack direkt am Haupteingang an der Stadtbahn-Haltestelle. Und wenn du dich an der Blütenpracht gar nicht sattsehen kannst, mach es wie ich und statte auch noch den blühenden Kamelien im Gewächshaus einen Besuch ab.

Tipps für deinen Wilhelma-Besuch und die Magnolienblüte

  • Du willst wissen, wann die Magnolien blühen? Dann schau einfach mit der Webcam in den Maurischen Garten mit dem Magnolienhain, dem Seerosenteich und dem Maurischen Landhaus.
  • Wenn du in Ruhe den Blütenzauber genießen magst, mach dich am besten unter der Woche gleich nach Öffnung der Wilhelma auf den Weg. Vermeide die Stoßzeiten am Wochenende (da ist sogar häufig das Parkhaus voll).
  • Wenn du keine Jahreskarte hast und du kein Fördermitglied bist, ist ein Ticket mit 20 Euro (Stand April 2022) nicht ganz ohne. Deshalb plane einen längeren Besuch ein, und besichtige auch die anderen Highlights der Wilhelma Stuttgart.
  • Verhungern wirst du in der Wilhelma Stuttgart nicht: Es gibt verschiedene Restaurants und Eisstände. Wenn du aber auf dein Budget achten musst, kannst du dir dein Picknick einfach mitnehmen. Es gibt zahlreiche Bänke, die zu einer gemütlichen Rast einladen – und du kannst dabei oft noch Tiere beobachten. Mega!
  • Weitere Infos auf den Seiten der Wilhelma.

Hinweise:
Alle Bilder: Aufnahmeort Wilhelma Stuttgart
Die Werbung in diesem Beitrag für Stuttgart und die Wilhelma, die ich nenne und verlinke, erfolgt unbeauftragt und ohne Bezahlung.

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Welzheim

Welzheim

Wanderung im Schwäbischen Wald bei Welzheim durch die wildromantischen Schluchten Edenbachtal, Wieslaufschlucht und Strümpfelbachtal. Der Weg führt entlang von Bächen und Wasserfällen, durch einen Bannwald hindurch, vorbei an Mühlen in eine kleine Zauberwelt. Super geeignet auch für Familien mit Kindern!

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Belchensteig

Belchensteig

Genießerpfad Belchensteig

Weilheim an der Teck Bertoldsplatz und Peterskirche

Aussicht vom Belchen

Weilheim Rathaus

Wiedener Eck Tor am Westweg

Deutschlands schönster Wanderweg

 

Der Genießerpfad Belchensteig im Schwarzwald ist Deutschlands schönster Wanderweg 2020. Mit einem traumhaften Panoramablick von den Schweizer Alpen über die Rheinebene hinweg bis zu den Vogesen gilt der Belchen zurecht als der schönste Berg des Schwarzwalds. Zwar ist er wohl der schönste, nicht aber der höchste Berg im Schwarzwald. Mit seinen 1.414 Metern Höhe ist er nach Feldberg und Herzogenhorn der dritthöchste Berg im Schwarzwald.

Auf dem Weg zum Belchengipfel

Start der traumhaften Halbtagestour ist das Berghotel Wiedener Eck. Kurz darauf passieren wir das Westwegtor Wiedener Eck. Idyllisch, aber unspektakulär geht es langsam aber stetig bergauf auf einem Schotterweg, der in einen breiten Wiesenpfad übergeht. Schon jetzt eröffnet sich ein herrlicher Blick über das Wiedener Tal. Die taufeuchten Wiesen funkeln im morgendlichen Sonnenlicht. Purpurblütige Eriken säumen den Weg, ein paar Pferde auf einer Weide begutachten kauend die frühen Wandersleute. Wir tauchen in einen lichten Bergwald ein, Farne und Heidelbeeren zeigen sich am Wegesrand. In der Ferne plätschert leise das Wasser, woher es kommt, ist kaum zu orten.

Es locken immer wieder aussichtsreiche Rastplätze

Regenwurmgarten

Weilheim Peterskirche

Blick zum Hotel Belchen-Multen 

Schwarzwaldparadies

 

Immer wieder eröffnen sich entlang des Belchensteigs einzigartige Ausblicke und unglaubliche Fernsichten. Um diese noch intensiver genießen zu können, gibt es unzählige Sitz- und Rastgelegenheiten. Selten haben wir solch fantasievolle Bänke gesehen, die überall entlang des Weges zum Verweilen einladen. Mal flankieren geschnitzte Wanderstiefel die Sitzfläche, mal ein hölzerner Igel oder Rucksack. Wir sind noch nicht bereit für eine Rast und streben unverzagt dem Gipfel entgegen. Vorbei an einem Regenwurmgarten, einer toll gemachten Infostation für Kinder, zieht es uns immer weiter in Richtung der Talstation der Belchen Seilbahn. Wer nun schon ein wenig müde ist oder den Gipfel noch früher stürmen möchte, kann sich rund 300 Höhenmeter ersparen und die Belchen-Seilbahn nehmen. Wir lassen die knallgelben Kübele-Gondeln und das Belchenhotel Jägerstüble links liegen. Einmal tief durchatmen, es gilt, die nächsten Höhenmeter des Premiumwanderwegs zu bezwingen. Letzte Margeriten und Glockenblumen setzen hübsche Farbtupfer auf den Wiesen, Schmetterlinge nehmen ein Sonnenbad auf der warmen Erde des Pfades. Während wir noch den vorbeifliegenden Samenschirmchen hinterherblicken, hören wir in der Ferne schon das Geläut der Kuhglocken. Der Gasthof Belchen ist zum Greifen nah.

Belchen-Seilbahn

Nanu?

Immer dem Bollenhut folgen

Schwarzwaldkühe und Hotelromantik: Im Hintergrund das Belchenhaus

Belchenhaus und Belchengipfel

 

Der Gasthof Belchen, auch Belchenhaus genannt, liegt direkt bei der Bergstation der Belchenbahn. Er ist Baden-Württembergs höchstgelegener Gasthof. Bereits 1867 wurde er eröffnet. Eine willkommene Gelegenheit für eine kleine Stärkung. Die Aussicht ist der Wahnsinn und reicht bis ins Schweizer Jura. Wir sind auf der „Zielgeraden“, nur noch wenige Meter trennen uns vom Gipfel.  Geschafft! Wir sind oben auf der Granitkuppe angekommen. Umringt von einigen echten und ein paar „Schläpplewanderern“ steht, ein wenig unscheinbar, das Gipfelkreuz auf 1.414 Metern Höhe.

Neben dem Gipfelkreuz klärt das „Belchenvisier“ auf, was wir rundherum alles bewundern dürfen. Es hilft sehr, die umliegenden Berge und Orte exakt zu bestimmen. Von Münstertal und Staufen über die Oberrheinebene hinweg bis zu den Vogesen, zur Zugspitze und zum Mont Blanc, wenn einem das Wetter hold ist. Schon der Blick auf die umliegenden Schwarzwaldberge ist beeindruckend. Gut zu erkennen ist der höchste Berg des Schwarzwalds, der 1.493 Meter hohe Feldberg.

Für den deutschen Schriftsteller und Pionier der alemannischen Mundartliteratur, Johann Peter Hebel, war der schönste Schwarzwaldberg gar „die erste Station von der Erde zum Himmel“.

Weilheim Peterskirche

Geschafft! Der Gipfel ist erreicht

Bermudadreieck der Berge

Wir schlendern ein wenig auf der markanten, baumfreien Bergkuppe umher. Übrigens: Dies ist nicht der einzige Belchen in der Gegend. Weitere Belchen sind in Sichtweite. Gemeinsam mit dem Elsässer Belchen oder Ballon d’Alsace und dem Schweizer Belchen bildet der Schwarzwälder Belchen das sogenannte Belchendreieck. Damit nicht genug. In den Vogesen, bei gutem Wetter ebenfalls zu sehen, liegen noch der Große und der Kleine Belchen, Grand bzw. Petit Ballon, die zusammen mit den drei erstgenannten Belchen zum sogenannten Belchen-System gehören. Wir könnten stundenlang weiter in die Nähe und in die Ferne schauen und das 360-Grad-Panorama einsaugen. Doch der Wind weht heftig und kalt, und wir müssen an den Abstieg denken.

Weilheim Peterskirche

Abgang in Richtung Krinne

Immer dem Bollenhut folgen

Schwarzwaldkühe und Hotelromantik: Im Hintergrund das Belchenhaus

Hinab auf alpinem Bergpfad

 

Kurz noch die fantastische Vegetation bewundern, dann geht es steil bergab auf einem alpinen Bergpfad, den Krinneabgang. Spätestens jetzt sind Trittsicherheit und geeignetes Schuhwerk wichtig. In schmalen Serpentinen schlängelt sich der Weg hinunter zur Krinne. Mein Handy ist verwirrt und heißt mich in Frankreich willkommen. Erneut geht es etwas bergauf. Geröll knirscht unter unseren Wanderstiefeln. Der Wind frischt auf und lässt die Zweige der Bäume zischend auf und ab tanzen. Unser Blick fällt zurück zum Belchen, der nackte, baumlose Gipfel ist gesäumt von einigen Fichten, die aus der Ferne wie ein kleiner Pelz wirken.

Fast abrupt endet der Wald, der Blick schweift weit ins Tal. Kugelige Laubbäume und kegelförmige Nadelbäume prägen das Bild der Märklin Mini-Landschaft. Um das Schwarzwaldklischee zu perfektionieren, kringelt ein Milchlaster die kurvigen Bergstraßen hinunter. Garantiert gefüllt mit Milch von glücklichen Kühen. Und wir freuen uns schon auf ein großes Stück Schwarzwälder Kirschtorte!

Der Tour in Zahlen

  • Länge 15 km
  • 675 Höhenmeter
  • Dauer: etwa 5 Stunden plus Zeit zum Genießen und Staunen 😊
  • Die Tour und die GPS-Datei zum Herunterladen findest du hier.
Limburg Weilheim Teck Baden Württemberg Schwäbische Alb

Berghotel Wiedener Eck

Hotel-Tipp

Berghotel Wiedener Eck

 

Wir waren im Berghotel Wiedener Eck, das wir aus voller Überzeugung empfehlen können. Schöne Zimmer, freundlicher Service, hervorragendes Essen, gute Weine und faire Preise. Und dazu noch direkt am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Ganz ehrlich, was will man mehr?

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Umweltschutz Schwarzwald Sabine Hötzel

Umweltschutz Schwarzwald Sabine Hötzel

Mittendrin in unserem BW:

Umweltschutz im Schwarzwald: Interview mit Sabine Hötzel

Sabine Hötzel mit Plastikplane
Sabine Hötzel: Naturelover und Forestclenaer im Nordschwarzwald

„Gemeinsam machen wir die Welt zu einem besseren Ort“

Naturliebhaberin, Umweltschützerin, Waldreinigerin und Instagrammerin: Die Baden-Badenerin Sabine Hötzel ist ein Vorbild. Bei ihren Wanderungen ist sie stets bewaffnet mit einem blauen oder roten Eimer. Es gibt so gut wie keine Tour, von der sie mit leeren Händen oder eben leeren Eimern zurückkommt. Sie sammelt den Müll ein, den andere Menschen inmitten einer traumhaften Landschaft hinterlassen haben. Den Müll in der Natur bezeichnet sie als „invasive Arten“, die umgesiedelt werden müssen. Und zwar dorthin, wo sie hingehören: in die Mülltonne!

Auf Instagram postet Sabine ihre Müllabenteuer. Zuerst ein stimmungsvolles Naturbild, wie es die meisten Instagrammer mögen, und dann die Keule: Müll, überall Müll! Tüten, Babywindeln, Plastik- und Glasflaschen, ein Autoreifen mitten im Nirgendwo, Corona-Masken ohne Ende und sogar eine Dose Bügelspray aus den 50er Jahren. Die Bilder sind oft erschreckend: Ein idyllischer Weiher, in dem eine Unke sitzt, in direkter Nachbarschaft zu einer Plastikflasche. Oder eine meterlange XXL-Plastikplane, die sie nur mit Mühe aus dem Erdreich herausziehen konnte.

Sabines 10 Müllsünder-Thesen

„Warum wirfst du deinen Müll in diesen wunderschönen Wald?“, fragt Sabine ihre Follower. In ihrem Instagram-Post stellt sie zehn Thesen auf:  

  1. Weil ich ein ignoranter und verwöhnter Depp bin?
  2. Weil mir die Umwelt völlig egal ist?
  3. Weil mir Mutti sonst auch immer alles hinterherräumt?
  4. Weil ich zu faul und schwach bin, das Bonbonpapier bis zum nächsten Mülleimer zu schleppen?
  5. Weil ich Freude daran habe, Tiere zu quälen?
  6. Weil ich meinen Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkeln auch noch was hinterlassen möchte (nebst einem IQ von 13)?
  7. Weil mir mein Fischfilet mit Mikroplastik besser schmeckt?
  8. Weil ich es für ein Gerücht halte, dass Müll wie Plastik, Glas und Alufolie sich nicht innerhalb einer Stunde von selbst auflöst?
  9. Weil ich volle Windeln, halbleere, vergammelte Dosen und versiffte Masken im Wald hübsch anzusehen finde?
  10. Weil alles auf mich zutrifft!

Sabine hat Humor. Mit einem Augenzwinkern will sie Menschen aufrütteln und für das Thema sensibilisieren.

„Bitte benehmt euch wie Tiere“, rät sie auf Instagram. Denn Tiere hinterlassen keinen Müll. Menschen schon. „WalkIn, TrashOut“ ist ihr Motto. Sie hofft, so viele Menschen wie möglich zu gewinnen, ihrem Beispiel zu folgen.

Umweltschutz mit Sabine Hötzel
"Invasive Arten verbreiten sich immer mehr"

unser BW: Ich bewundere Deinen Einsatz sehr. Meine Familie und ich würden niemals Müll liegenlassen. Das Einzige, was wir hinterlassen, sind unsere Fußabdrücke. Es ist wohl für die meisten Leute selbstverständlich, ihr Zeug wieder einzupacken. Leider gilt das nicht für alle. Wenn Du unterwegs bist, sammelst Du die Hinterlassenschaften anderer ein. Was treibt Dich an, Dich so zu engagieren?

Sabine:

  1. Weil die Archäologen in einer Million Jahre auf keine Hinterlassenschaften wie Glasflaschen und Co. stoßen sollen.
  2. Weil mir mein Fischfilet ohne Mikroplastik besser schmeckt.
  3. Ach ja, und weil ich natürlich ein Vorbild für meine Kinder sein möchte. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt und den Ressourcen kann nicht früh genug gelernt werden.

unser BW: Gab es einen Impuls, der den Kickoff für Deinen Einsatz darstellte? Oder ein Schlüsselerlebnis?

Sabine: Als ich unter einem Baumstumpf eine XXL-Plane (zehn mal fünf Meter!) herausgezogen habe. Die war komplett mit der Wurzel verwachsen. Oberhalb der Erde hat man nur ein paar Zentimeter Plastik erkennen können.

unser BW: Du liebst die Natur, schützt und achtest sie. Es muss doch unglaublich frustrierend sein, wie Umweltverschmutzer mit ihr umgehen?

Sabine: Hierzu fällt mir ein Zitat von Edward Everett Hale ein: „Ich kann nicht alles tun, aber ich kann etwas tun. Und weil ich nicht alles tun kann, soll ich mich nicht weigern, das zu tun, was ich kann.“

unser BW: Fällt es Dir bei dem ganzen herumliegenden Abfall, den Du entdeckst, nicht manchmal schwer, überhaupt noch die Schönheiten der Natur zu sehen?

Sabine: Autoreifen im Flussbett, Plastikplanen im Erdreich, Flaschen auf dem Waldboden … all diese invasiven Arten haben sich über Jahrzehnte häufig so perfekt an ihre Umwelt angepasst, dass sie kaum zu entdecken sind. Verborgen und gut getarnt wie sie sind, fällt es daher überhaupt nicht schwer, die Schönheiten der Natur zu sehen.

unser BW: Wie reagieren die Leute, die Dir unterwegs begegnen und Dich in Aktion sehen?

Sabine: Von Anerkennung, Lob und Verachtung ist alles dabei. Bezüglich letzterem: Die steigende Vermüllung wird durch die zunehmende Kälte einiger Menschen wieder ausgeglichen.

Umweltschutz mit Sabine Hötzel
Glasflaschen: Darüber stolpern eure Nachfahren noch in einer Million Jahren

unser BW: Was war bisher Dein kuriosester Fund unter allen invasiven Arten?

Sabine: Eine halbvolle Dose „Bügelfrei“ aus den 50er Jahren in tadellosem Zustand. Ich Glückspilz aber auch. Nun endlich wird meine Wäsche im Nu faltenfrei, und ich kann mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren.

unser BW: Im April 2021 hast Du begonnen, auf Instagram Deine Funde zu präsentieren, heute folgen Dir über 8.000 Leute. Tendenz rasch steigend. Überrascht Dich der Erfolg?

Sabine: Ja klar. Wer rechnet schon damit, dass die Leute Müllbilder liken und sich über meine Funde freuen?

unser BW: Wer begleitet Dich auf Deinen Wanderungen?

Sabine: Mein Eimerle – der verliebt sich alle fünf Minuten in eure Hinterlassenschaften.

Unser BW: Sonst noch jemand? Machen Dein Mann und Deine Kinder auch mit und unterstützen Dich? Haben sie Verständnis?

Sabine: Natürlich sind auch meine Kinder und mein Mann mit dabei. Wir lieben alle Müll. Wir sind sowas wie die Olchi-Family.

unser BW: Du klärst Deine Follower auf Instagram auch sehr kompetent über die Müll-Problematik auf. Dass Müll Wildtiere gefährdet, über Plastik in den Ozeanen und die „Lebenserwartung der invasiven Arten“. Wie hast Du Dir dieses Wissen angeeignet?

Sabine: Dank Google ist dieses Wissen nur einen Klick entfernt. Abgesehen davon gibt es ganz tolle Infoseiten vom World Cleanup Day!

unser BW: Du kommst aus Gießen in Hessen. Was hat Dich nach Baden-Baden verschlagen?

Sabine: Die Liebe zum Schwarzwald.

unser BW: Was bedeutet Heimat für Dich?

Sabine: Heimat ist da, wo meine Familie ist.

unser BW: An welche Stellen in Baden-Baden führst Du Deine auswärtigen Gäste besonders gerne?

Sabine (lacht): Wenn ich das hier verraten würde, wären es ganz sicher nicht mehr meine Lieblingsstellen. Ansonsten sind der Battertfelsen, die Geroldsauer Wasserfälle und der Merkur sehr zu empfehlen.

unser BW: In welchem Restaurant oder Café könnte man Dich hier treffen?

Sabine (lacht): Man trifft mich eher im Wald, als im Café.

unser BW: Du gehst gerne im Nordschwarzwald wandern. Wohin zieht es Dich am liebsten?

Sabine: Entlang der Schwarzwaldhochstraße und im Murgtal finden sich tolle Wanderwege.

unser BW: Welche sind Deine Lieblings-Spezialitäten aus Baden-Württemberg?

Sabine: Eindeutig Käsespätzle.

unser BW: Typisch ist für Dich …?

Sabine: Ich bin für jeden Müll … ähm … Spaß zu haben.

unser BW: Gibt es etwas, das Du den Leserinnen und Lesern mitgeben möchtest?

Sabine: Einen Eimer. Möge der Müll mit euch sein!

unser BW: Herzlichen Dank für das interessante Interview! Ich wünsche Dir und uns allen, dass Du jetzt und in Zukunft viele Menschen zum Mitmachen inspirieren kannst.

Mehr über Sabine Hötzels Umweltinitiative gibt es auf Instagram: @sabine.hoetzel

Höhenpark Killesberg Stuttgart

Höhenpark Killesberg Stuttgart

6 ganz persönliche Highlights im Höhenpark Killesberg in Stuttgart

Ist das eine Liebeserklärung? An einen Park? Ganz klar: ja. Der Höhenpark Killesberg ist ein abwechslungsreiches Ausflugsziel für die ganze Familie. Er ist ein Ort der Entspannung in der Mittagspause oder nach Feierabend für die Berufstätigen. Und er ist ein Riesenspaß für Kitagruppen und Schulklassen. Was man hier so alles erleben kann? Du kannst zum Beispiel im Tal der Rosen wandeln, auf den Aussichtsturm steigen, die schönste Dahlie wählen, dem Plätschern der Wasserspiele lauschen, die Flamingos am See beobachten, mit einer Dampflock herumpötteln oder dich einfach nur an Tausenden von Blüten erfreuen. Wem geht da nicht das Herz auf?

Alpaka "Silberlocke" im Höhenpark Killesberg
Alpaka im Tiergehege des Höhenparks Killesberg

Tor zum Paradies im Höhenpark

„Mein“ Tor zum Blumen-Paradies im Höhenpark Killesberg ist der Cannstatter Eingang in der Maybachstraße. Vom lauten Pragsattel kommend, entlang einer vielbefahrenen Straße biege ich ab in eine Oase der Ruhe, der Farben und der Düfte. Unglaublich, wie perfekt die Gärtner und Planer das optische Zusammenspiel der Blüten beherrschen. Mal geht es Ton und Ton, mal voller Kontraste, wunderschön gestaffelt und von oppulenter Fülle. Ein flammendes Beet in warmen Gelb- und Rottönen, ein kühleres Gegenstück in Blau und Lila. Und immer wieder ragen Kunstwerke aus dem üppigen Blütenmeer empor. Winterpause? Die gibt es hier nicht. Das ganze Jahr über ist der Park ein Traum.

Rhododendren im Höhenpark Killesberg
Rhododendron-Blüte im Mai

Es ist schwer zu entscheiden, welches die Höhepunkte im Park sind. Er ist nämlich voll davon. Für den einen sind es die zahlreichen Kunstwerke. Für den anderen das Höhenfreibad oder die Killesbergbahn mit der Dampflok. Und wieder andere lieben Eliszis Jahrmarktstheater, das während des Sommers in Betrieb ist, und das in guten Zeiten jährlich stattfindende Lichterfest mit herrlichem Feuerwerk.

Mir haben es vor allem die Flora und Fauna sowie die Bauingenieurs-Kunst angetan.

Meine 6 Highlights im Höhenpark Killesberg

1. Das Tal der Rosen

Einer meiner Lieblingsorte im Park ist das Tal der Rosen. Tausende Rosenarten duften und blühen um die Wette. Es ist ebenso der Seerosenteich, der eine herrliche Ruhe ausstrahlt. Unerwartet sind die Bananenstauden, die man in hiesigen Gefilden weniger erwartet und die eher an die Kanaren oder die Tropen erinnern. Überraschend ist, dass sie im Freien überwintern: bis auf den Stumpf zurückgeschnitten und dick in ein warmes Bett aus Laub eingemummelt.

Blühende Rosen im Tal der Rosen im Höhenpark Killesberg
Tausende von Blüten im Tal der Rosen

2. Die Blumen im Höhenpark

Das Gartenjahr beginnt im Frühling mit Tulpen und Narzissen, Blausternen und Hyazinthen, Anemonen und Wiesen voller Krokusse. Alleine von den Primeln soll es im Park über 40 Arten geben. Riesige Beete voller Stiefmütterchen in verschiedenen Farben sorgen für einen Wow-Effekt.

Beinahe nahtlos scheint der Übergang zu den Sommerblumen von Rittersporn über Tagetes bis hin zu Taglilien und Rudbeckien. Astern läuten das Ende des Sommers ein. Im Winter ist der Erikahang in Rosa, Violett und Weiß ein blühender Blickfang, vor allem da im Hintergrund noch malerisch der Killesbergturm thront.  

Immer wieder wuseln Gärtnerinnen und Gärtner umher, um Zehntausende von Stauden zu hegen und zu pflegen. Für mich als Hobbygärtnerin ist das hochinteressant. Ich schaue genau zu und orientiere mich hier, um selbst den idealen Schnitt- und Pflanzzeitpunkt für die Pflanzen im eigenen Garten zu finden.

Violettes Beet im Höhenpark Killesberg
Violetter Blütentraum mit Killesbergturm im Hintergrund
Steigendes Pferd im Höhenpark Killesberg
Kunstwerk "Steigendes Pferd" von Fritz von Graevenitz am Cannstatter Eingang
Exotisches Beet im Höhenpark Killesberg
Leider nicht winterhart: exotisches Beet
Frangipani im Höhenpark Killesberg
Frangipani, eine duftendeTropenschönheit

3. Die Dahlienschau

Unbestrittener Höhepunkt für Blumenfans ist die alljährlich stattfindende Dahlienschau. Von Anfang August bis Ende September ziehen etwa 10.000 Dahlien zahlreiche Besucher an und bescheren ihnen die Qual der Wahl. Denn es wird gewählt: die schönste Dahlie Stuttgarts. Und es ist wahrlich nicht leicht sich für eine der 200 Sorten zu entscheiden. Ist es eine einfach blühende Dahlie, die von vielen Bienen und Hummeln frequentiert wird? Oder ist es eine Halskrausen-, eine Seerosen- oder eine Ball-Dahlie? Zudem buhlen Pompon- und Kaktusdahlien um die Gunst der Besucher auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern. Damit ist die Dahlienschau im Höhenpark Killesberg eine der größten in Deutschland. 2021 wählten die Besucher die Semi‐Kaktus‐Dahlie „Sorbet“ zur Siegerin.

Dahlie 7 im Höhenpark Killesberg
Dahlie 6 im Höhenpark Killesberg
Dahlie 5 im Höhenpark Killesberg
Dahlie 1 im Höhenpark Killesberg
Dahlie 3 im Höhenpark Killesberg
Dahlie 2 im Höhenpark Killesberg

4. Die Vielfalt der Bäume

Wer hat schon einmal einen Taschentuchbaum gesehen? Im Höhenpark gibt es beim Primelgarten ein prächtiges Exemplar von dem aus China stammenden Baum. Wie weiße Taschentücher hängen die großen, bis zu 16 Zentimeter langen Hochblätter an den Zweigen. Während der Blütezeit im Mai lockt der Baum viele Gäste an. Mit ein wenig Phantasie erinnern die weißen „Lappen“ an einen Schwarm weißer Tauben, weshalb er auch Taubenbaum genannt wird. Im Herbst zieren kugelige, walnussähnliche Samen den Baum.

Taschentuchbaum im Höhenpark Killesberg
Ein prächtiger Taschentuchbaum ...
Blüten Taschentuchbaum im Höhenpark Killesberg
... mit Blüten wie weiße Taschentücher

Eine andere Besonderheit ist der monumentale Blauglockenbaum (Paulownie) am Flamingosee. Das Gehölz mit den großen herzförmigen Blättern stammt ebenfalls aus China. Im Mai ist der Blauglockenbaum über und über voll mit zarten violettblauen, glockenförmigen Blüten.

Blauglockenbaum Höhenpark Killesberg
Monumentaler Blauglockenbaum am Flamingosee

Schon von weitem leuchten die mächtigen Tulpen- und Sternmagnolien im März und April. Die Tulpenmagnolien bieten in Zartrosa einen traumhaften Anblick. Den schneeweißen Sternmagnolien sollte man sich unbedingt nähern. Ihr Duft ist einfach unglaublich.

Das Gelände des Höhenparks Killesberg war früher ein Steinbruch. Pionierbaumarten wie Robinien und Birken besiedelten die freien Schuttflächen. An vielen Orten im Park sind sie die vorherrschenden Gehölze.

Sternmagnolie im Höhenpark Killesberg
Sternmagnolie, eine riesige weiße Blütenwolke
Dahlie 1 im Höhenpark Killesberg
Verschwenderische Blütenpracht der Tulpenmagnolie

5. Der singende und schwingende Killesbergturm

Willst du auf den höchsten Punkt im Park, musst du 174 Stufen steigen. Über 40 Meter misst der Killesbergturm, der 400 Meter über dem Meeresspiegel thront. Die Mühe lohnt sich: Es bietet sich ein Panoramablick bis zur Schwäbischen Alb, den Stromberg, den Glemswald und das Remstal. Ein wenig Schwindelfreiheit ist allerdings notwendig. Die raffinierte Stahlkonstruktion des Turms ist sehr filigran und transparent. Um einen mittigen Mast windet sich ein Netz aus 48 Spiralen. Der Stuttgarter Bauingenieur Professor Jörg Schlaich wurde mehrfach dafür ausgezeichnet. Der besondere Kick: Der Turm schwingt bei der Besteigung leicht mit, und bei Wind hört man ihn „singen“.

Killesbergturm im Höhenpark Killesberg
174 Stufen bis zum Panoramablick
Killesbergturm und Erika im Höhenpark Killesberg
Oft im Mittelpunkt: der Killesbergturm

6. Die Tiere des Höhenparks

Nicht nur Kinder lieben die Ziegen, Ponys, Esel, Alpakas und Schweine im großen Tiergehege des Höhenparks. Mit dem Futter aus dem Automaten dürfen die Besucherinnen und Besucher sie sogar füttern. Ein besonderer Spaß für Groß und Klein. Auf und neben den Wegen sowie in den Teichen tummeln sich zahlreiche Wasservögel wie Enten, Gänse und Flamingos. Beliebt ist der Park auch bei exotischen Gästen. So finden zum Beispiel Streifengänse und Nilgänse gute Lebensbedingungen und haben sich angesiedelt.

Doch nicht immer ist das Zusammenleben mit den gefiederten Einwanderern harmonisch: Im Frühjahr 2021 hielt ein wildes Kanadagänse-Paar die Besucher mit ihren Attacken in Atem. Ein Bereich musste für die brütenden Gänse abgesperrt werden.

Alpaka im Höhenpark Killesberg sieht aus wie ein Bär
Ein Bär? Nein, es ist eines der Alpakas im Tiergehege des Höhenparks
Alpaka mit hellem Fell im Höhenpark Killesberg
Dunkle Knopfaugen und coole Frisur
Alpaka mit weißer Locke im Höhenpark Killesberg
Der Blick sagt mehr als tausend Worte ...
Kanadagänse im Höhenpark Killesberg
Kanadagänse am Flamingo-See
Flamingos am See
Flamingos vor malerischer Kulisse

Sehr viele Menschen in der Region Stuttgart verbinden schöne Kindheitserinnerungen mit dem Höhenpark Killesberg: Die Fahrten mit dem „Bähnle“, die Sonntagsausflüge mit den Eltern, der Besuch des Jahrmarkts oder ganz einfach der unvergleichliche Duft von frisch gebackenen Waffeln und Zuckerwatte. Eine Ur-Stuttgarterin erzählte mir beim Flanieren durch den Park, sie wisse noch ganz genau, durch welchen Eingang sie gingen und welche Wege sie schon vor Jahrzehnten gelaufen seien. Der Park ist ein Stück ganz persönliche Stadtgeschichte.

Killesbergbahn im Höhenpark Killesberg
Die Killesbergbahn dreht ihre Runden von April bis Oktober durch den Höhenpark

Wissenswertes in aller Kürze über den Stuttgarter Höhenpark

  • Öffnungszeiten: Der Höhenpark ist ganzjährig und durchgängig geöffnet
  • Kostenloser Eintritt
  • 50 Hektar groß
  • Bestandteil des „Grünen U“ von Stuttgart
  • Die Anlage geht auf die Maßnahmen zur Reichsgartenschau 1939 zurück
  • Ursprünglich als Steinbruch genutzt
  • Nach Plänen des Landschaftsarchitekten Hermann Mattern zum Park und Ausstellungsgelände umgestaltet
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es im Höhenpark weitere Gartenbauausstellungen
  • Gastronomie: Höhencafé, Milchbar, Schwäbische Weinstube, Oh Julia, Theos Eisdiele, Ins Blaue
  • „Theater in der Badewanne“ mit Vorführungen für Kinder