Geschichte, Aussicht und Natur an einem einzigen Ort
Aalener Altstadt
WERBUNG | Das hätten wir wirklich nicht erwartet: Aalen verzaubert sofort. Wer wie wir zum ersten Mal hierherkommt, ist überwältigt von der Fülle an Möglichkeiten und weiß kaum, wo er anfangen soll. Wir haben so viel wie möglich erkundet, sind durch die lebendige Altstadt geschlendert und tief ins Erdinnere vorgedrungen. Dazu kamen unzählige Aussichtsorte, jeder für sich ein kleines Wunder, und unterschiedlicher hätten sie kaum sein können. Als Wanderfans hat es uns außerdem in die wilde Natur gezogen, und auch dort hat uns Aalen begeistert.
Was wir in zwei Tagen erlebt haben
Eigentlich dachten wir, ein Tag genüge, um einige Höhepunkte Aalens zu erkunden. Es wurden zwei vollgepackte, unvergessliche Tage. Bekannt ist die Stadt für das UNESCO-Weltkulturerbe Limes und das Limesmuseum, für ihre schöne Altstadt und als starker Wirtschafts- und Hochschulstandort. Doch schon nach kurzer Zeit merken wir, dass Aalen noch viel mehr zu bieten hat.
Von der Frittentüte zum Aalbäumle
Nur wo man zu Fuß war, ist man auch wirklich gewesen, meinen wir frei nach Goethe. Nach einem ausgiebigen Besuch der Landesgartenschau in Ellwangen beginnt unsere Entdeckungsreise in Aalen mit einer kleinen Wanderung. Wir starten bei den Limes-Thermen, einen Besuch heben wir uns für später auf. Der Weg führt uns direkt zur Frittentüte am Skilift. Vor Ort wird gleich klar, woher der Name kommt. Der kleine, rot-weiß gestreifte Aussichtsturm mit Blick ins Zochental sieht tatsächlich aus wie eine überdimensionale Frittentüte. Sie ist ein Überbleibsel des Kunstprojekts „Kiebitz“ des Aalener Künstlerkollektivs.
Von dort wandern wir hinauf zum Aalbäumle auf den Langert, dem Hausberg der Aalener. Es lohnt sich, den 26 Meter hohen Aussichtsturm zu erklimmen. Der Blick reicht weit über die Aalener Bucht und das Welland bis nach Ellwangen. Ein fantastischer Einstieg, der Lust auf mehr macht.
Tipp: Seit 1. Mai 2026 ist der Kiosk am Aalbäumle bei schönem Wetter jeweils an Sonn- und Feiertagen von 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Ob offen ist, kannst du schon von Weitem erkennen: Während der Öffnungszeiten weht eine Fahne auf dem Dach des Aussichtsturms. Alle, die ihre Einkehr gerne vorher planen möchten oder keine Sicht auf den Turm haben, können sich über den Instagram- oder Facebook-Kanal des Aalbäumles informieren.
Frittentüte
Aussichtsturm Aalbäumle
Weit schweift der Blick vom Aalbäumle
Glück auf im Tiefen Stollen
Am zweiten Tag geht es zeitig los. Erstes Ziel ist das Besucherbergwerk Tiefer Stollen in Aalen-Wasseralfingen. Lange vor dem Ruhrgebiet schrieb der Ort bereits im 17. Jahrhundert mit seinem Hüttenwerk Industriegeschichte. Von 1608 bis 1939 wurde hier Eisenerz abgebaut. Das unterirdische Labyrinth wuchs dabei auf rund sechs Kilometer Länge. Einen Teil davon besichtigen wir mit unserer Führerin Antonia Mall. Ausgestattet mit gelben und grünen Helmen, schmettern wir gemeinsam „Glück auf“, bevor uns die historische Grubenbahn 400 Meter weit ins Bergwerk hineinbringt. Nach einer spannenden Multivisionsschau geht es zu einem kleinen Rundgang durch die alten Stollen. Dabei tauchen wir ein in die harte, raue Arbeitswelt der Bergleute und wohnen einer „Sprengung“ bei. Der Heilstollen zeichnet sich darüber hinaus durch seine natürliche Heilkraft aus und bietet darauf abgestimmte Kuranwendungen an. Sogar heiraten kann man hier.
Unser Tipp: Im Berg herrscht konstant eine Temperatur von elf Grad. Am besten packst du auch bei Sommerwetter eine Jacke ein.
Glück auf! Fahrt mit der historischen Grubenbahn
400 Meter weit in den Tiefen StollenRundgang durch die alten Stollen
Multivisionsschau zur VorbereitungTiefer Stollen
Geschichte, Architektur und Stromlinienfahrzeuge in Schloss Fachsenfeld
Weiter geht es zum Schloss Fachsenfeld, einem Ort voller Überraschungen und Kontraste. Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Heute staunst du über eine opulente Jugendstil-Bibliothek, wunderschön erhaltene Zimmer mit historischen Möbeln und eine Kunstgalerie. Ungewöhnlich in diesen Räumlichkeiten wirken zwei silberne, aerodynamische Oldtimer, konstruiert von Reinhard von Koenig-Fachsenfeld.
Ist das nicht romantisch? Schloss Fachsenfeld
Tipp: Gartenliebhaber sollten unbedingt einen Streifzug durch den fast acht Hektar großen Landschaftspark machen. Vom großen Teich aus hast du den wohl schönsten Blick aufs Schloss, inklusive Spiegelung und weißer Seerosen. Beeindruckend ist der alte Baumbestand, allen voran eine 1862 gepflanzte Blutbuche und ein riesiger Mammutbaum von 1864. Seit 2020 schmücken zudem rund dreißig Skulpturen des Bildhauers Karl Ulrich Nuss den Garten.
Altstadtflair und Zeitreise zu den Dinosauriern
Noch ganz beseelt von den Eindrücken des Schlosses stürzen wir uns ins Getümmel der Altstadt. Gerade findet das Internationale Fest statt, ein mitreißendes Zeichen für ein gelebtes Miteinander von Menschen aus aller Welt. Bewacht wird das Treiben vom Aalener Spion. Im Turm des Alten Rathauses dreht er unermüdlich sein bärtiges Haupt, lässig mit einer Pfeife zwischen den Lippen, und beobachtet zu beiden Seiten die Straßen. Um ihn rankt sich die Sage, wie ein pfiffiger Bürger einst die Reichsstadt Aalen vor der Belagerung durch kaiserliche Truppen bewahrte.
In Aalen wird gern gefeiert: Internationales Fest
Hier wartet auch das Urweltmuseum auf uns. Kaum zu glauben, was rund um Aalen vor über 150 Millionen Jahren los war: Im Jurameer tummelten sich damals Riesenammoniten und Fischsaurier. Die hier gefundenen Versteinerungen waren so bedeutend, dass eine ganze Schichtstufe des Mitteljura nach der Stadt benannt wurde, das Aalenium.
Urweltmuseum
Aalener Spion im Turm des Alten Rathauses
Altstadt mit Führung
Im Museum erwartet uns bereits unser Gästeführer Joachim Werner. Lebhaft erzählt er von der wechselhaften Geschichte der Stadt, die durch die Römer entlang des Schutzwalls Limes geprägt wurde. Aalen entstand zwischen 1241 und 1246. 1360 erfolgte die Ernennung zur freien Reichsstadt. Immer wieder erwähnt Joachim die Brandkatastrophe von 1634, mit der offenbar eine neue Zeitrechnung der Stadt begann.
Schön anzusehen sind die vielen inhabergeführten Geschäfte und die Vielfalt an Restaurants, Kneipen und Cafés. Oder wie Joachim witzelt: „Wenn in Aalen nichts geht, eine Kneipe geht immer.“ Die Dichte an kulinarischem Angebot ist jedenfalls beeindruckend. Weiter geht es zum Spritzenhausplatz, einem beliebten Veranstaltungsort. Ein blumengeschmücktes Gebäude mit schöner Fachwerkfassade zieht uns in den Bann, die Begegnungsstätte Bürgerspital. Die nächste Station liegt in der Rittergasse, direkt neben dem Café Wunderlich. Die Fassade des Nachbarhauses wurde vom Künstlerverein Kollektiv K komplett mit Motiven der Aalener Stadtgeschichte bemalt, von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Ein echter Insidertipp.
Spritzenhausplatz
Märchenhafte Architektur
Weiter spazieren wir zum Schubart-Haus in der Roßstraße, einem Bürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert. Hier verbrachte der Dichter, Journalist und Musiker Christian Friedrich Daniel Schubart seine Kindheit und Jugend. Später wurde er als scharfer Kritiker der württembergischen Herrschaft berühmt und schließlich auf dem Hohenasperg für zehn Jahre inhaftiert.
Die evangelische Stadtkirche St. Nikolaus betreten wir durch das sogenannte Brauttor. Zunächst irritiert uns der ungewohnte Grundriss eines Quersaals. Spannend ist eine Gemeinsamkeit mit der berühmten Neresheimer Klosterkirche, führt Joachim aus: Der Künstler und Handwerker Thomas Schaidhauf war deren Baudirektor und fertigte auch die liturgische Mitte der Stadtkirche. Wer genau hinschaut, entdeckt ähnliche Arbeiten, verrät unser Guide. Auch andere in Neresheim tätige Künstler haben sich hier verewigt.
Stadtgeschichte mal ganz anders präsentiert
Stadtkirche St. Nikolaus
Krönender Abschluss der Führung ist eine Aufzugsfahrt auf das Dach des Rathauses. Von oben haben wir einen fantastischen Blick über Aalens Gassen und Dächer, die Stadt liegt uns förmlich zu Füßen. Ameisenklein flanieren die Besucher des Fests durch die Straßen. Diese Aussicht bleibt allerdings nur Gästen einer geführten Tour vorbehalten.
Über den Dächern der Stadt: Panoramablick vom Rathaus
Einkehrtipps: Empfehlenswerte Restaurants sind zum Beispiel die Bierhalle, das älteste Wirtshaus der Stadt, und das Rambazamba neben der Stadtkirche, bekannt für seine kreative, internationale Küche.
Zeitreise ins Römische Reich
Dort, wo vor rund 1.800 Jahren das mit etwa sechs Hektar größte römische Reiterkastell nördlich der Alpen entstand, geht es weiter ins Limesmuseum. Der einstige Militärplatz zählt heute zum UNESCO-Welterbe Limes. Wir lernen die fiktiven Bewohner des römischen Aalens kennen und besichtigen einen Teil der 1.200 Originalfunde sowie den archäologischen Park. Alles schaffen wir natürlich nicht. Wer Glück hat oder gut plant, erlebt sogar die zweijährlich stattfindenden Römertage. Dann füllt sich das alte Kastellgelände wieder mit Legionären, Reitern und Handwerkern wie damals.
Limesmuseum Aalen
Grüner geht‘s nicht: Spaziergang zum Kocherursprung
Nach so vielen städtischen Eindrücken zieht es uns hinaus in die Natur. Von den Tennisplätzen in Unterkochen aus machen wir uns auf den Weg zum Ursprung des Weißen Kochers. Entlang des plätschernden Flusses wandern wir durch den herrlich kühlen Wald, mal links und mal rechts über Holzbrücken. Auch wenn die eigentliche Quelle nach der Trockenheit der letzten Wochen kein Wasser führt, genießen wir die Idylle. Kurz bevor wir wieder aus dem Wald auftauchen, erspähen wir ein Bänkle im Fluss. Wir nehmen die Einladung an und gönnen den Wanderfüßen eine kleine Abkühlung. Das quellfrische Wasser hat gerade einmal neun bis zwölf Grad. Für eine weitere Erfrischung sorgt kurz darauf die Kneippanlage.
Tipp: Die Tour zum Nachwandern gibt es bei uns auf komoot: Hier geht’s zur Tour auf komoot
Weißer Kocher: eine Stimmung wie im Märchenwald
Abkühlung für heiße Wanderfüße
Hinauf zum Viadukt
Der Sommerabend ist lang, also nehmen wir uns ein weiteres Highlight vor. Wir spazieren zum alten Viadukt, einem beeindruckenden Bauwerk von 1901 mit vier Bögen, über 85 Metern Länge und rund 27 Metern Höhe. Früher fuhr hier die Härtsfeldbahn, liebevoll „Schättere“ genannt, bevor der Eisenbahnbetrieb 1972 eingestellt wurde. Heute sind hier Spaziergänger und Jogger unterwegs. Wir genießen die Ruhe im Wald und den Blick vom Bauwerk hinunter ins Tal.
Schättere-Viadukt von unten
Das Viadukt hat 85 Meter Länge und etwa 27 Meter Höhe
Eine Aussicht zum Dahinschmelzen
Als Tagesfinale fahren wir zur Sandbergkapelle am Rand der Aalener Weststadt, wo wir eigentlich den Sonnenuntergang erleben wollten. Obwohl sich die Sonne hinter einem Wolkenband versteckt, ist die Stimmung sehr romantisch. Von hier oben schweift der Blick weit über Aalen und die Ostalb. Wir können sogar die Drei Kaiserberge erkennen: Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen, die markanten Zeugenberge zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd. Ein ruhiger, würdiger Abschluss für zwei Tage voller Entdeckungen.
Blick von der Sandbergkapelle zu den Drei Kaiserbergen
Die Sandbergkapelle ist ein romantischer Ort
Als wir am Ende unseres zweiten Tages die Heimfahrt antreten, sind wir uns einig: Aalen war für uns eine echte Entdeckung. Zwei Tage, unzählige Kilometer zu Fuß, und trotzdem haben wir das nagende Gefühl, noch längst nicht alles gesehen zu haben. Wir kommen wieder, so viel steht fest.
Wer noch mehr will: Abstecher zur Landesgartenschau nach Ellwangen
Wenn du noch etwas Zeit hast, empfehlen wir dir einen Abstecher ins nahe Ellwangen. Dort läuft noch bis Oktober 2026 die Landesgartenschau unter dem Motto „Lust am Wandel“, mitten in der neu gestalteten Jagstaue. Auf 26 Hektar erwarten dich Schaugärten, ein Stadtstrand an der renaturierten Jagst und ein cooles Veranstaltungsprogramm. Locker kannst du hier einen ganzen weiteren Tag verbringen.
Aalen überrascht mit einer großen Vielfalt: Römisches Weltkulturerbe, jahrhundertealte Bergbaugeschichte, lebendige Altstadtkultur sowie Wanderungen durch stille Wälder und Flusstäler verschmelzen hier zu einem dichten Erlebnisprogramm.
Backhäuser in Württemberg bewahren jahrhundertealte Brottraditionen. „No net hudla“ – immer mit Ruhe – prägt das Handwerk. Historische und moderne Backhäuser verbinden Gemeinschaft, Kultur und Nachhaltigkeit. Von Esslingen über Nürtingen bis Beuren.
Stuttgart begeistert mit einer Vielfalt an einzigartigen Galerien. Einige davon können in einer Galerien-Rundtour zu Fuß erlebt werden: Spannend und abwechslungsreich von Malerei über Fotografie bis Skulpturen lässt Stuttgart die Herzen der Kunstfreunde höherschlagen.
Text: Evelyn ScheerFotos: Ralph Scheer
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Gefühlvolle Geigenklänge, Burgen aus der Vogelperspektive, Tiere und Pflanzen aus nächster Nähe sowie Älbler Originale – der Kinofilm „Was die Alb uns erzählt“ ist mehr als nur eine Dokumentation. Es ist eine Hommage an die Schwäbische Alb. Im Kino begibt man sich auf eine Entdeckungsreise durch das Biosphärengebiet. Der mehrfach preisgekrönte Naturfilmer Dietmar Nill schuf ein 90-minütiges bildgewaltiges Meisterwerk zum Träumen und Lachen. Zugleich ist der Film ein visuelles Plädoyer für den Artenschutz und das Bewusstsein für die Schönheit vor unserer Haustür.
Filmemacher Dietmar Nill und erster Vorsitzender KoKi Kirchheim Günter Hörcher vor dem historischen Filmprojektor (v. l.)
Der Film ist ein Kassenschlager
Wer den Film sehen möchte, muss schnell sein. „Der Film ist der absolute Renner“, freut sich Günter Hörcher, 1. Vorsitzender des Kommunalen Kinos in Kirchheim unter Teck (koki). Regulär gibt es 85 Plätze im Kinosaal, die bei Weitem nicht ausreichen. Also schaffen die fleißigen Helferinnen und Helfer alles heran, worauf 40 weitere Gäste Platz nehmen können, wie Klappstühle und sogar Barhocker. Und auch das ist nicht genug, und zahlreiche Gäste müssen mit einem Stehplatz vorliebnehmen. Andere haben noch mehr Pech und werden direkt nach Hause geschickt. Das „koki“ ist erst seit Februar 2026 wieder eröffnet. „Es ist total verrückt“, lacht Hörcher und schüttelt den Kopf. Die Ortsgruppe Notzingen des Schwäbischen Albvereins wanderte gar mit rund 20 Mitgliedern zum Kino.
Ein Must-See für alle Fans der Schwäbischen Alb
Ein überwältigendes Interesse und eine positive Resonanz bestätigt auch Roland Heidelberg vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Seit dem Filmstart im August 2025 hätten den Film schätzungsweise rund 20.000 Besucher gesehen. „Viele Vorstellungen waren und sind nach wie vor ausverkauft“, sagt er. Auftraggeber des Kinofilms ist das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Schon länger wünschten sich dort Akteurinnen und Akteure, dass die Menschen und ihr Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung der Region, die Natur- und Kulturschönheiten sowie die seltenen Pflanzen und Tiere dokumentiert und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden, stellt Heidelberg die Idee vor. „Was wir vermitteln wollen, ist, wie einzigartig und schützenswert die Natur des Biosphärengebiets ist“.
Dietmar Nill erschuf einen Filmepos
Das Biosphärengebiet umfasst die drei Landkreise Esslingen, Reutlingen und den Alb-Donau-Kreis. Seit 2009 ist es von der UNESCO offiziell anerkannt. An vielen Stellen im Film entdeckt der ortskundige Kinobesucher Szenen im Kreis Esslingen. Eine Ortsnennung gibt es im Film, anders als bei den Tierarten, nur sehr sporadisch, wie eine Besucherin bemängelt. Und so können hauptsächlich Einheimische die Plätze lokalisieren: Man ist bei einem Flug über die Burg Reußenstein dabei, die mächtig auf ihrem Felsenthron sitzt, schwebt über die Burgen Hohenneuffen und Teck, das Schopflocher Moor und das Randecker Maar. Den Neidlinger Wasserfall mit seinen Kalktuff-Skulpturen und die Gutenberger Sinterterrassen mit den Wasseramseln kann man hingegen hautnah bewundern. Außerdem darf man dem Neidlinger Kugelmüller bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Die Situationskomik sorgt für zahlreiche Lacher, etwa wenn ein schmusebedürftiger Esel auf der Weide ein Interview mit seinen aufdringlichen Annäherungsversuchen torpediert. Mit offenem Mund beobachtet man den Rotmilan bei seinem majestätischen Gleiten und den himmelverdunkelnden Vogelzug über die Alb mit Millionen von Bergfinken. Der visuelle Eindruck wurde durch die Filmmusik der Württembergischen Philharmonie Reutlingen verstärkt.
Dietmar Nill steht dem Kinopublikum Rede und Antwort
„Die Schwäbische Alb ist ein Geschenk vor der Tür“
Drei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten. Bei den oft versteckten Schätzen der Natur musste das Filmteam manchmal stunden- oder sogar tagelang geduldig warten. Für Dietmar Nill ist es Leidenschaft. Der 69-Jährige sei viel in der Welt unterwegs gewesen. Das will er nicht mehr. „Wir haben ein Geschenk vor der Tür.“ Aufgewachsen ist er am Albtrauf in Mössingen. Der gelernte Krankenpfleger war schon immer von der Natur begeistert. Seit 30 Jahren arbeitet er als Naturfotograf und seit etwa 15 Jahren als Naturfilmer. Ein Spaziergang auf der Alb, auf den Traufwegen und vorbei an den alten Burgen, das sei in unserer Zeit einfach notwendig, sagt er. „Das macht den Menschen – und mich – glücklich.“
Aalen überrascht mit einer großen Vielfalt: Römisches Weltkulturerbe, jahrhundertealte Bergbaugeschichte, lebendige Altstadtkultur sowie Wanderungen durch stille Wälder und Flusstäler verschmelzen hier zu einem dichten Erlebnisprogramm.
Backhäuser in Württemberg bewahren jahrhundertealte Brottraditionen. „No net hudla“ – immer mit Ruhe – prägt das Handwerk. Historische und moderne Backhäuser verbinden Gemeinschaft, Kultur und Nachhaltigkeit. Von Esslingen über Nürtingen bis Beuren.
Stuttgart begeistert mit einer Vielfalt an einzigartigen Galerien. Einige davon können in einer Galerien-Rundtour zu Fuß erlebt werden: Spannend und abwechslungsreich von Malerei über Fotografie bis Skulpturen lässt Stuttgart die Herzen der Kunstfreunde höherschlagen.
Text: Evelyn ScheerFotos: Ralph Scheer
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Ein Brot zu backen, dauert seine Zeit. „No net hudla“, zu Deutsch „immer mit der Ruhe“ – oder wie die Jugend sagen würde „chill mal“ – ist eine wichtige Grundregel. Die schwäbische Phrase hat ihren Ursprung in den Backhäusern: Früher wischten Bäckersleute die heiße Asche mit einem nassen „Huddl“ aus dem Ofen, bevor sie das Brot einschossen.
In Mettingen ist diese Praxis damals wie heute aktuell, erklärt Doris Eisenmann, die Vorsitzende des „Fördervereins für die Erhaltung des Mettinger Backhauses und bäuerlichen Brauchtums“. Der „Huddl“ ist eine lange Holzstange mit einem nassen Rupfensack. Aber gemächlich geht es beim Auswischen ganz und gar nicht zu, da sonst der „Huddl“ verkohlen würde. Brotbacken ist eine Wissenschaft für sich und aufwendig dazu. Lohn der Arbeit ist der Genuss. Der Duft eines frisch gebackenen Brotes ist so verführerisch, dass vielen schon beim bloßen Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenläuft.
Konrad Ruthradt heizt im Backhaus Mettingen ordentlich ein
Backhäuser auf königliche Anordnung
Im Landkreis Esslingen sind zahlreiche historische Backhäuser erhalten, die nicht nur Zeugnisse regionaler Backtradition sind, sondern heute vielfach von Vereinen und privaten Gruppen genutzt werden. Bürgerinitiativen und Kommunen engagieren sich in verschiedenen Städten und Gemeinden, um historische Backhäuser zu restaurieren und zu pflegen.
Die Tradition der Backhäuser reicht bis ins Mittelalter zurück, ihre flächendeckende Verbreitung wurde im 17. Jahrhundert durch hoheitliche Einschränkungen privater Hausbacköfen vorangetrieben, in Württemberg noch verstärkt durch die Feuerlöschordnung von 1808. Backhäuser fördern den Austausch in den Dorf- oder Stadteilgemeinschaften und die Wertschätzung echten Handwerks.
Nicht zuletzt tragen Backhäuser zur nachhaltigen Ressourcennutzung bei, indem unter anderem dünnes Reisig, das beim Obstbaumschnitt anfällt, gebündelt zu Reisigbüscheln (im Schwäbischen als „Krähle“ bezeichnet), zum Anfeuern verwendet wird. Nicht alle Backhäusle haben einen historischen Ursprung. Es entstehen auch neue Gemeinschaftsbackhäuser wie das in der Alten Seegrasspinnerei in Nürtingen, die den Trend zum gemeinschaftlichen Backen aufgreifen und Raum für interkulturellen Austausch bieten.
Von außen unscheinbar: Backhaus Esslingen-Mettingen
Rund oder eckig – Hauptsache die Kruste stimmt
Duftende Tradition im Backhaus Esslingen-Mettingen
Chefin Doris Eismann im Backhaus Mettingen
Manchmal bräuchte man auch hinten eine Schürze 🙂
Den Weg zum Backhaus würde man mit verbundenen Augen finden. Nur dem Duft entlang. Brote, Ciabatta und herzhaft belegte Dinnete ziehen die Passanten wie magisch an. Es ist Backtag in Mettingen und die Mitglieder des Backhausvereins wirbeln in dem kleinen Backhaus aus Sandstein umher. Teig vorbereiten, portionieren, Brote formen und Feuer machen stehen auf dem Tagesprogramm.
Auch Hörnchen funktionieren im riesigen Backofen prima
Konrad Ruthradt füllt Äste und Reisig in den Brenn- und Backraum, zündet alles an und sorgt für die perfekte Temperatur von 300 bis 400 Grad im Ofen. Ist sie erreicht, räumt er den Ofen aus, indem Asche und Glut entfernt werden. Dann kommt der Huddl zum Einsatz. Alles geht rasend schnell. Das eingespielte Team um Doris Eisenmann und Petra Haber arbeitet Hand in Hand. Mit einem Schieber schießen sie die Teiglinge in den Backraum ein. Was in der Bäckersprache martialisch klingt, bedeutet einfach nur hineinsetzen. Bis zu 42 Brote haben Platz. 40 entspannte Minuten später erblicken die Laibe wieder das Tageslicht – doch nur kurz, die Brote werden für eine gleichmäßige Bräune umgesetzt. Nach weiteren 30 bis 40 Minuten sind sie fertig.
„Wenn man auf den Laib von unten klopft, muss es hohl klingen, dann ist es fertig“ Doris Eisenmann.
Zuerst wird der Teig vorbereitetDann wird der Teig portioniertDie Brotlaibe werden geformt
Kleinod stand kurz vor dem Abriss
Das Backhaus in Mettingen entstand als Folge der Vorschriften König Wilhelms I. von Württemberg, der freistehende Gemeindebackhäuser aus Brandschutzgründen anordnete. Die Weilergenossenschaft errichtete 1865 in Mettingen gegenüber der Liebfrauenkirche ein gemeinschaftliches Backhaus. Das Gebäude, das heute unter Denkmalschutz steht, vereinte ursprünglich eine Schnapsbrennerei und einen Backraum. Während die Brennerei bis 1970 betrieben wurde, verlor das Backhaus danach an Bedeutung und stand zeitweise vor dem Abriss.
Erst die Gründung des Backhausvereins im Jahr 1978 verhinderte den Verlust und führte zur Erhaltung und Wiederbelebung des Bauwerks. Der Verein hat heute etwa 15 Mitglieder zwischen 25 und 70 Jahren. An den Backtagen kannst du das frisch gebackene Brot direkt im Backhaus kaufen. Auch leckere Probiererle machen Lust auf mehr (gegen Spende). Übrigens: Am liebsten würdest du gleich selbst backen? Das ist möglich, es gibt noch Platz für neue Mitglieder.
Wie viele Backhäuser derzeit im Kreis Esslingen noch betrieben werden, ist nicht bekannt. Wir haben uns in ein paar Städten und Dörfern auf die Suche gemacht und noch einige von den kleinen Häuschen mit den Riesenkaminen entdeckt. Manche davon stehen allen Interessenten offen, andere wiederum den eigenen Bürgern der Gemeinde, wieder andere sind nur bei Events geöffnet. Es lohnt sich also, mal einen Blick auf die Webseiten zu werfen.
Zwei auf einen Streich: Backhäuser in Wendlingen
Wendlingen erfreut sich zweier öffentlicher Backhäuser. Eines ist Teil des Stadtmuseums Unterboihingen, das 2005 vom Museumsverein Wendlingen-Unterboihingen in Betrieb genommen wurde. Im Museum können neben der Dauerausstellung im barocken Pfarrhaus unter anderem auch das Back- und Waschhaus besichtigt werden. Wer es selbst testen möchte, kann dort auch backen.
Das andere Backhaus steht im Weiler Bodelshofen. Es wurde 1990 auf Initiative des Bürgervereins Wendlingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Wendlingen wiedererrichtet. „Es qualmt saumäßig“, sagt Sabine Köster, die Ansprechpartnerin des Backhauses. Deshalb sind die Öffnungszeiten zum Schutz der Anwohner eingeschränkt: freitags ab 12 Uhr und samstags ab etwa 8 Uhr
Kontakt und weitere Infos: Interessierte wenden sich für das Backhaus Bodelshofen an Claudia Geiger, Telefon 07024/809210 oder Sabine Köster, Telefon 07024/2774. Die Nutzungsgebühr beträgt 10 Euro, das benötigte, trockene und abgelagerte Reisig ist selbst mitzubringen. Ansprechpartner für das Backhaus Unterboihingen ist Peter Hoefer, Telefon 07024/501055. Die Backhäuser stehen allen Einwohnern Wendlingens offen; auch externe Besucher können nach Absprache zugelassen werden
Das hübsche Backhäuschen in Wendlingen-Bodelshofen
Brot essen ist keine Kunst, Brot backen dagegen schon
Die Tradition lebt! Sechs Backhäuser in Lenningen
In sechs von sieben Ortsteilen stehen in Lenningen den Einwohnern noch öffentliche Backhäuser zur Verfügung: Unterlenningen, Oberlenningen, Brucken, Schlattstall, Gutenberg und Schopfloch pflegen die alte Tradition bis heute. Jeder bringt sein eigenes Brennmaterial (meist Reisig) und Brotteig mit. Die Backhäuser sind mit bis zu vier Holzöfen ausgestattet. Pro Nutzung fällt eine Gebühr von vier Euro an.
Backhaus Oberlenningen idyllisch an der LauterMit der Feuerwehr vereint: das Backhaus in Brucken
Von der Straße aus gesehen: Backhaus OberlenningenHat schon bessere Zeiten gesehen: das Backhaus in Unterlenningen
Brauchtum wird in Aichwald großgeschrieben
Die Gemeinde Aichwald besitzt insgesamt fünf Backhäuser, die sich auf die Ortsteile Aichelberg, Aichschieß, Krummhardt und Schanbach verteilen. In Aichschieß gibt es sogar zwei Backhäuser, eines in der Alten Dorfstraße und eines im Grünen Weg. Backtage und Veranstaltungen in den historischen Kleinoden sorgen dafür, dass das Brauchtum auch in der heutigen Zeit weiterlebt. Rund um das Krummhardter Backhäusle zum Bespiel fand erst im August ein Dorffest mit Schaubacken statt.
Das vermutlich jüngste Backhaus steht in Nürtingen
Auf dem Hof der denkmalgeschützten Industriebauten der Alten Seegrasspinnerei aus den 1870er Jahren steht seit 2016 ein vergleichsweise junges Backhaus. Es wurde von der Jugendwerkstatt des Trägervereins Freies Kinderhaus aus altem Bauholz und mit selbst hergestellten Lehmziegeln erbaut. Jeden ersten Mittwoch ab im Monat von April bis Oktober ist Backhaustag. Ab 18 Uhr geht es los, dann kann alles von Brot über Pizza bis Kuchen in den Ofen. Der Teig für die Backwerke muss mitgebracht werden. Geeignet ist das Backhaus für unterschiedliche Veranstaltungen wie Vereinstreffen, Geburtstags- oder Betriebsfeiern.
Aalen überrascht mit einer großen Vielfalt: Römisches Weltkulturerbe, jahrhundertealte Bergbaugeschichte, lebendige Altstadtkultur sowie Wanderungen durch stille Wälder und Flusstäler verschmelzen hier zu einem dichten Erlebnisprogramm.
Backhäuser in Württemberg bewahren jahrhundertealte Brottraditionen. „No net hudla“ – immer mit Ruhe – prägt das Handwerk. Historische und moderne Backhäuser verbinden Gemeinschaft, Kultur und Nachhaltigkeit. Von Esslingen über Nürtingen bis Beuren.
Stuttgart begeistert mit einer Vielfalt an einzigartigen Galerien. Einige davon können in einer Galerien-Rundtour zu Fuß erlebt werden: Spannend und abwechslungsreich von Malerei über Fotografie bis Skulpturen lässt Stuttgart die Herzen der Kunstfreunde höherschlagen.
Text: Evelyn ScheerFotos: Ralph Scheer
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Spaß für die ganze Familie: Baumwipfelpfad in Bad Wildbad
Aussichtsturm mit einer Höhe von 40 Metern
Hoch hinaus auf dem Sommerberg
In Bad Wildbad geht es hoch hinaus an einen Ort, wo sich sonst nur Vögel und Eichhörnchen tummeln. Auf dem Baumwipfelpfad wandern kleine und große Himmelsstürmer auf den 40 Meter hohen Aussichtsturm, bis sie über das grüne Blätter- und Nadeldach weit in den Schwarzwald blicken.
Nichts für Kids mit Höhenangst: Durch den Wackelbalken sieht man die Tiefe
Ausflugsziel für die ganze Familie
Schon der Weg hinauf ist ein Abenteuer, denn bis man oben ist, gilt es einige Hindernisse zu überwinden: Wer traut sich, über den Wackelbalken in schwindelnder Höhe mit Blick in die Tiefe zu balancieren?
Alle ab sechs Jahren können den Weg hinunter in einem rasanten Tempo in der langen Tunnelrutsche zurücklegen. Was von oben wie ein bunter Ameisenhaufen wirkt, kann man nun selbst erleben: Der Spielplatz Abenteuerwald mit Riesentrampolin, die Picknickplätze, der Märchenweg und die Hängebrücke sind zum Greifen nah.
40 Meter hoch und 1,2 km lang ist der Baumwipfelpfad
Der Spielplatz nebenan ist kostenlos
Was für ein Spaß: die 55 Meter lange Tunnelrutsche
Tipps
Kinderwagen: Der Baumwipfelpfad ist auch mit dem Kinderwagen gut zu bewältigen. Die Steigung ist moderat.
Anreise mit dem Pkw: Die Anreise ist mit dem Auto oder dem Wohnmobil möglich. In der Nähe des Eingangs auf dem Sommerberg gibt es einige kostenpflichtige Parkplätze. Kostenlos parken kannst du in etwa 20 Minuten Fußentfernung auf dem Parkplatz an den Bad Wildbader Sportanlagen (Ortsausgang in Richtung Enzklösterle).
Anreise mit den Öffis: Mit der Bahn bis Pforzheim und anschließend mit der Stadtbahn S6 bis Bad Wildbad.
Hinweise: Die Werbung in diesem Beitrag für die genannten Orte erfolgt unbeauftragt und ohne Bezahlung.
Die 3-Schluchten-Tour ist einer der prämierten Schwarzwälder Genießerpfade. Bei dieser spannenden Wanderung eroberst du die Wutachschlucht und zwei ihrer Seitenschluchten, die Gauchachschlucht und die Engeschlucht. Es erwartet dich eine grandiose Natur. (…)
In Bad Wildbad geht es hoch hinaus an einen Ort, wo sich sonst nur Vögel und Eichhörnchen tummeln. Auf dem Baumwipfelpfad wandern kleine und große Himmelsstürmer auf den 40 Meter hohen Aussichtsturm – was für ein Abenteuer! (…)
Geheimnisvoller Schwarzwald: In den Tiefen des Schwarzwaldes, wo die Bäume so dicht stehen, dass das Licht kaum den Waldboden erreicht, wo atemberaubende Schluchten die Landschaft zerfurchen und Flüsse sich rauschend in die Tiefe stürzen, ist viel Raum für Geschichten, Mythen und Legenden.
Die Natur ist die beste Künstlerin: Rot-weißes Duo aus Märzenbechern und Kelchbecherling
Blütenrausch auf der Schwäbischen Alb
Wenn im Frühling Tausende von Märzenbechern fast gleichzeitig ihre Knospen öffnen, ist eine Wanderung durch das Wolfstal bei Lauterach auf der Schwäbischen Alb ein top Tipp für Naturliebhaber. Sobald die ersten wärmenden Sonnenstrahlen den Boden kitzeln, erwachen die weißen Schönheiten aus ihrem Winterschlaf. Meist ist das Anfang März der Fall. Ein weißes Blütenmeer, soweit das Auge reicht!
Dreamteam im Wolftstal
Faszinierend: Zinnoberroter Kelchbecherling
Neben den Märzenbechern gibt es im Wolfstal noch ein weiteres Naturschauspiel: Der Zinnoberrote Kelchbecherling sprießt. Der leuchtend rote Schlauchpilz zieht alle Blicke auf sich. Wie ein heißes Ohr setzt der Pilz auffällige Akzente zwischen den weißen Blüten.
Tipp: Vor allem an den Wochenenden lohnt es sich, früh aufzubrechen, denn das Wolfstal ist sehr beliebt und dementsprechend gut besucht. Sogar mit Reisebussen werden die Naturfans ins Wolfstal gebracht.
Wanderung mit vielen Highlights
Die Tour habe ich auf komoot geplant. Startpunkt ist der Parkplatz in der Nähe der Großen Lauter. Von dort tauchst du direkt in das idyllische Tal ein. Auch wenn die Märzenbecher nicht mehr blühen, lohnt sich die Tour. Am Wegesrand türmen sich graugrüne Felsen empor, meist üppig verziert mit Moos und Farnen. Schau dir die Felsen einmal genauer an. Erkennst du die Gesichter?
Pack dir ein Picknick in den Rucksack und genieße die Idylle. Mehrere Tische und Bänke laden zu einer ausgiebigen Rast ein. Du wanderst bis zum Rast- und Parkplatz Tiefental, wo du umkehrst. Auf dem Rückweg lohnt sich ein kleiner Abstecher zur Bärenhöhle, in die du etwa zehn Meter weit hineingehen kannst. Eine Taschenlampe hilft dir, die Höhle zu erkunden.
Der Weg vom Parkplatz führt ein Stück über einen bequemen Waldweg, der auch für Kinderwagen und sogar Rollatoren gut geeignet ist.
Wer erkennt die Felsengesichter?
Tuffsteinsäge am Parkplatz
Die Tour zum Nachwandern
Ich habe die Wanderung für dich auf komoot aufgezeichnet und geplant.
Hinweise: Die Werbung in diesem Beitrag für die genannten Orte erfolgt unbeauftragt und ohne Bezahlung.
In Neidlingen erwartet dich ein Meer aus Kirschblüten, eine der schönsten Burgruinen der Schwäbischen Alb und ein Wasserfall. So viele Highlights auf kleinem Raum gibt es selten. Du kannst dich also auf eine romantische und zugleich spannende Tour freuen. (…)
Das Wolfstal bei Lauterach ist berühmt für seine tausenden Märzenbecher und die seltenen Zinnoberroten Kelchbecherlinge. Ein absolutes Highlight für eine Wanderung im zeitigen Frühling. Die Tour ist auch für Kinderwagen und Rollatoren geeignet. (…)
Die Burg Teck fest im Blick hast du, wenn du inmitten der verschwenderischen Blütenpracht der Streuobstwiesen die Tour in Bissingen an der Teck beginnst. Dich erwartet eine herrliche, einfache Runde mit idyllischen Aussichten und sieben Kilometern Länge. (…)