Unterwegs in einem weißen Meer aus Märzenbechern
Die Märzenbecherblüte im Autal ist jedes Jahr ein kleines Wunder
Ein Traum in Weiß
Ein weißes Meer aus Märzenbechern spielt die Hauptrolle bei dieser Tour. Wenn Millionen von Blüten mehr oder weniger gleichzeitig aus dem Winterschlaf erwachen, zieht dich ein zauberhaftes Naturereignis in den Bann. Je nach Witterung beginnt das Blütenspektakel Ende Februar oder Anfang März. Dann sind die Hänge im Wald bei Bad Überkingen im Kreis Göppingen auf der Schwäbischen Alb in ein strahlendes Weiß getaucht.
Die Tour ist ein wunderschöner Auftakt des Frühlings für die ganze Familie. Da es einige steilere Stellen und gerade im zeitigen Frühjahr auch matschige Passagen gibt, solltest du über Trittsicherheit und Schuhe mit griffigen Sohlen verfügen.
Millionen von Märzenbechern öffnen fast zeitgleich ihre Blütenkelche
Wandern in traumhafter Natur
Start und Ziel ist der Parkplatz am Autalweg in Bad Überkingen. Dieser Weg mit dem romantisch anmutenden Namen, dem du sogleich folgst, beschert dir immer wieder spannende Ausblicke auf die Hausener Wand. Wiederum ist die Farbe Weiß der Star: Die weißen Felsen der Hausener Wand ragen 250 Meter in die Höhe. Schon bald zeigen sich die ersten Märzenbecher des Autals. Es werden immer mehr, ganze Blütenteppiche zieren die Hangwälder.
Nach dem Blütenspektakel folgt ein zusätzlicher Augenschmaus: der Autalwasserfall. Jetzt geht es auf oft schlammigem Pfad steil bergauf, immer dem Wasserfall entlang. Das muntere Plätschern und Hunderte weitere Märzenbecher begleiten dich. Bald hast du den höchsten Punkt deiner Rundwanderung erreicht. Nun kannst du auf flachen Wegen erst einmal verschnaufen, ehe du wieder ins Tal hinabtauchst.
Zu den moosüberwucherten Tufffelsen, über die leise gurgelnd das Wasser hinwegplätschert, lohnt sich ein kleiner Abstecher. Zunächst folgst du einem breiten Forstweg. Und, wer hätte das gedacht, bildet auch hier ein Teppich aus Märzenbechern die Hintergrundkulisse. Auf spannendem, steilem Pfad begibst du dich erneut durch den Buchenwald nach oben. Ein Stück des Weges verläuft nun auf dem Löwenpfad „Filstalgucker“, wo dich wiederum herrliche Ausblicke erwarten. Weiter geht es zum fantastischen Aussichtspunkt Kahlenstein. In der Nähe liegt die Kahlensteinhöhle, die allerdings ganzjährig verschlossen ist. Bergab geht es zurück zum Startpunkt in Bad Überkingen.
Der Blick verliert sich nicht nur auf dem weiß getüpfelten Waldboden, sondern auch in der Ferne
Die fragile Kalktuffquelle ist ein geschütztes Biotop
Tipps für deine Wanderung
Dass du bei solch einer Pracht nicht allein bist, versteht sich fast von selbst. Deshalb ist es sinnvoll, vor allem an den Wochenenden, schon früh am Morgen zu starten. Meiner Erfahrung nach sind auch wolkenreiche oder regnerische Tage gut geeignet – dies hat gleich mehrere Vorteile. Es sind nur wenige Leute unterwegs, der Wasserfall ist imposanter und mit etwas Glück erspähst du den ein oder anderen Feuersalamander.
Nutzer des ÖPNV können bis zur Autalhalle in Bad Überkingen in die Nähe des Startpunkts fahren. In Bad Überkingen hast du verschiedene Möglichkeiten, deinen Energievorrat in den Restaurants wieder aufzufüllen.
Die Tour zum Nachwandern
- Länge: 11,5 km
- Höhenmeter: 410 Meter (jeweils im An- und Abstieg)
- Ich habe die Wanderung für dich auf komoot aufgezeichnet. Die Tour findest du hier.
Hinweise:
Die Werbung in diesem Beitrag für die genannten Orte erfolgt unbeauftragt und ohne Bezahlung.
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